11.02.2026 / AB

Fachgruppen-kombaner beim Warnstreik in Düsseldorf

Fachgruppen-kombaner beim Warnstreik in Düsseldorf am 10. Februar 2026 (Foto: ©komba Fachgruppe LBS)

Am 10. Februar kam es im öffentlichen Dienst landesweit zu Arbeitsniederlegungen. In Düsseldorf beteiligten sich unter den 16.000 Beschäftigten auch Fachgruppen-kombaner an den Demonstrationszügen und an der zentralen Kundgebung vor dem Landtag, um ihre Forderung nach 7 Prozent, mindestens 300 Euro höheren Einkommen im Monat zu bekräftigen.

„Zu viel Taktiererei und zu wenig politischer Wille“, lautet der Vorwurf des dbb-Bundesvorsitzenden Volker Geyer bei der Großdemonstration in Düsseldorf am 10. Februar 2026 in Richtung an die Adresse der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). „Unser Land steht vor drängenden Herausforderungen, die größer kaum sein könnten. Innen- und außenpolitisch ebenso wie wirtschafts- und sozialpolitisch. Aber egal, welchen dieser Teilbereiche wir betrachten: Nur mit einem starken und gut ausgestatteten öffentlichen Dienst werden wir diese Herausforderungen meistern können. Anstatt symbolische Schlachten über ‚Lifestyleteilzeit‘ oder Verbeamtungen zu führen, muss die Politik endlich die Gegenwart gestalten. Das muss sich endlich auch die TdL klar machen. Noch immer führt man dort die Tarifverhandlungen so, als sei das Ganze ein Gesellschaftsspiel, bei dem der verliert, der sich zuerst bewegt.“ Deshalb stand am Ende seiner Rede vor dem Düsseldorfer Landtag der klare Appell des dbb Chefs: „Morgen wird in Potsdam wieder verhandelt. Dann sollte es direkt konkret und ergebnisorientiert sein. Mit anderen Worten: Wir brauchen ein echtes Angebot, um bis Freitag zu einem Kompromiss zu kommen. Der Countdown läuft!“ (Quelle: dbb)

Roland Staude, 1. Vorsitzender des DBB NRW, machte bereits bei der Auftaktkundgebung vorm dem NRW-Finanzministerium den Ernst der Lage deutlich: „Ohne konkurrenzfähige Bezahlung verlieren wir die Menschen, die unser Gemeinwesen am Laufen halten. Gute Arbeitsbedingungen sind kein Luxus. Sie sind elementare Voraussetzung für funktionierende Sicherheit und Infrastruktur, Schulen, Kliniken, Finanz- und Justizverwaltungen. Hier steht die TdL in der Verantwortung. Öffentliche Daseinsvorsorge gibt es nicht mit Beschäftigten am Limit, sondern nur mit einer hohen Motivation durch Respekt und gute Entlohnung. Die heutige Demonstration ist ein Signal an die Arbeitgeber, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eindrucksvoll bewiesen, dass da noch ordentlich Druck auf dem Kessel ist.“ (Quelle: dbb)

"Wenn die Arbeitgeber blockieren, bewegen wir sie eben", hieß es im gemeinsamen Streikaufruf der komba Fachgruppe Straßenbau und dbb beamtenbund und tarifunion.   

Trotz des nasskalten Wetters ließ sich somit auch eine stattliche Anzahl an Fachgruppen-kombanern nicht davon abhalten nach Düsseldorf zu kommen um einen imposanten Demonstrationszug mitzuerleben, der durch die Düsseldorfer Innenstadt zog.

Unter ihnen waren auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem Tarifbereich des TVÖD, Beamtinnen und Beamte und sogar einige (noch) nicht organisierte Beschäftigte, die sich angeschlossen haben und sich mit ihrem Einsatz solidarisch gezeigt haben.

"Dankeschön, dass so viele Kolleginnen und Kollegen unserem Aufruf gefolgt sind, die sich heute für ihre und für alle Beschäftigten berechtigten Forderungen auf den Weg gemacht haben."

 

Nach oben